Bandvorstellung / PRANX

Entsprechend der Philosophie meines Vorgesetzten, dem Herren Dark ("support your local heroes"!), gibt es diesmal einen Underdog aus dem Ländle. Ja gut für uns vielleicht jetzt nicht so lokal, aber definitive Helden des Poppunk.

Ihre 2016 erschienene EP "Things on your Mind" besticht durch eine unglaubliche Leichtigkeit. Der Sound erinnert an die Hochzeit des Punk in den 2000ern, so als wäre die Zeit um Blink 182, Sum41 und Jimmy Eat World einfach stehen geblieben. 

Auch ihre Entscheidung, gleich die erste EP im Audiodrive Studio aufnehmen zu lassen, stellte sich als absolut richtig heraus. Kein Mensch käme bei den vier Tracks auf die Idee, das ganze für eine EP zu halten, und man fragt sich, wo den der Rest des vermeintlichen Albums abgeblieben ist.

Absolut angenehmer Gesang von Boris und Rouven, angenehm gezerrte Gitarren, der typisch präsente Bass im Punkrock, und das snare-lastige Drumming von Marcel bringen hier ein außerordentliches musikalisches Gesamtpaket hervor.

Für mich als jemanden, der seine Wurzeln im Punk hat, bringen die drei eine vergangene Zeit auf angenehme Art und Weise hervor, und ich ertappe mich mehrmals dabei, einfach mal spontan vor mich hin zu grinsen.

Die beste Nachricht ist dabei, dass die Jungs gerade Nachschub produzieren. Richtig, eine zweite EP steht ins Haus und wird demnächst das Licht der Welt erblicken.

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Listening Session / Metallica – Hardwired….to self-destruct

 

Acht Jahre....

Das muss man erstmal sacken lassen.

Acht Jahre ließen sich Metallica für ihr neues Album Zeit.
Die letzte Veröffentlichung "Death Magnetic" wurde dabei nicht durchwegs positiv aufgefasst. 
Vor allem beim Sound gab es einiges zu beanstanden, zuviel Übersteuerungen, zu überproduziert....und das obwohl der sagenumwobene Rick Rubin (Slipknot - Vol.3, Slayer - Reign in Blood, S.o.a.D - Toxicity) das Steuer übernahm. 

Auch die Vorgängeralben wurden von den Fans der alten Schule kaum gewürdigt. Von den Load & Reload Experimenten über das Selbstfindungsprojekt St. Anger (mein persönliches Lieblingsalbum) ausgehend scheint Metallica in den Augen mancher tatsächlich unter dem Fluch des Black Album gelitten zu haben.

Wohl deshalb entschieden sich die vier, von nun an wieder James und Lars zusammen mit Recording Engineer Greg Fidelman die Produktion zu übernehmen zu lassen. Die "gute alte Zeit" vor der schwarzen Scheibe also. 

Herausgekommen ist dabei ein Doppelalbum mit jeweils sechs Tracks.
Die Deluxe Version enthält dabei noch eine Bonusdisk mit 14 zusätzlichen Songs, unter anderem das bekannte "Lords of Summer", sowie ein Rainbow Medley, Deep Purple's "When a blind man cries" und Iron Maiden's "Remember Tomorrow". Weiterhin finden sich viele darauf noch Liveaufnahmen altbekannter Klassiker.

Die Unterteilung auf zwei CDs scheint mir erst auf den zweiten Blick auch sinnig zu sein. Während Disk 1 vor allem die typische Thrashermanier auslebt, ist Disk 2 eher langsamer, schwerer, tiefgründiger. Die Tracks sind außerdem mit über 6 Minuten Laufzeit länger und komplexer.

Der erste Teil des Gesamtwerkes beginnt bei "Hardwired" schon in richtiger Kill 'em All Tradition. Doch mit "Atlas, Rise!" hat Metallica nun wieder DEN Track ihrer selbst geschrieben. In einem Teil kommen dabei die vielfach bestätigten Iron Maiden Wurzeln heraus. 
Um hier kurz Bob Rock aus der "Black Album Doku" zu zitieren: "I didn't know, that Sandman was the Track of the Album, but Lars knew!" Für mich zweifelsohne dies DER Track des Albums.

"Now that we're Dead" ist eher ausgewogen groovig. Bei der absolut (Verzeihung) beschissenen Double-Bass stellen hier jedoch wohl jedem "S. Anger" Snaredrumhater sämtliche Härchen in den Ohren auf. 

"Moth into Flame" (Codename: Plow) war der erste Song, den ich vor Release zu hören bekam. Normalerweise versuche ich mich immer von Previews fernzuhalten um das Album als ganzes auf einmal genießen zu können. Doch der Track hat in mir richtig Bock auf das Album ausgelöst. Die Double-Bass geht hier Metallica typisch in den Hintergrund, geht aber in Ordnung. Das einzige was mich an dem Track stört ist der kurze Lead-Part vor dem Chorus. Für mich fügt der sich einfach nicht in den Song ein. Zum Kirk'schen Solo bleibt nur zu sagen: "Hammett's on Fire!"

"Dream no More" ist für mich eine Hommage an die Load & Reload Zeit. Dies ist aber durchwegs positiv gemeint. Der Groove im Riff und eine moderate Härte sagt mir hier richtig zu.

"Halo on Fire" sorgt mit dem ersten Clean Part für den ersten Druckausgleich in den Ohren. Nicht so komplex wie "Fade to Black" aber doch ähnlich.

"Confusion" erinnert sehr an "The Day that Never Comes". Bei diesem Song auf Death Magnetic habe ich lange gebraucht, ihn komplett verinnerlichen zu können, und mich lässt das Gefühl nicht los das dies hier auch so sein wird. Manche Tracks brauchen einfach etwas länger.

"ManUNKind" hat entgegen dem Musikvideo absolut nichts mit Black Metal zu tun. Für mich wieder eher Load lastig.

Eine abschließende Betrachtung des Sounds lässt mich leider zu dem Schluss kommen, dass vieles beim alten geblieben ist. Die Randall und Mesa Boogie Verstärkerkombination hatten wir schon auf Death Magnetic und so bleibt dieser Eindruck stets haften. Das Drumkit ist ansonsten schön abgenommen, wobei ich festgestellt habe, das dies teilweise von Track zu Track unterschiedlich ist. Das Clipping aus dem Vorgänger wurde diesmal brav vermieden, allerdings lässt sich eine intensive Kompression (Stichwort: Loudness War) nicht verleugnen. Aber wir wollen schließlich auch Druck haben. 
Von der Komposition muss ich sagen, das mich viele Tracks an frühere Alben erinnern, was ich prinzipiell aber nicht schlecht finde, den die neue Komponente ist stets vorhanden.

Insgesamt betrachtet werde ich mir die Scheibe stolz zu den anderen ins Regal stellen.

 

Cave’s Wünsch-Dir-Was SummerBreeze 2016

Eine Band auf der Bühne live abgehen zu sehen, ist immer noch das nonplus ultra für jeden Metalhead. Doch man hat gewisse „Erwartungen“ an eine Band, sprich: “ diesen einen Song will ich unbedingt live hören!“. Sei es, weil es der persönliche Lieblingssong der Gruppe ist, oder auch der einzige Song den man richtig kennt.

Hier folgt nun meine eigene Wunschliste der Songs, die ich auf dem Summer Breeze gerne hören würde. Vielleicht entdeckt der ein oder andere so noch etwas neues, oder freut sich mit mir auf die jeweilige Band!

Airbourne – Stand up for Rock n Roll

 

Wer mich näher kennt, weiß das ich nicht gerade der größte AC/DC Fan bin. Durchaus bereit, ihnen ihren Ruhm und Anerkennung für die musikalische Leistung zu gönnen, muss ich leider feststellen, dass sich vieles einfach für mich zu gleich anhört.

Nun ja, Airbourne mag nicht AC/DC sein, aber die Wurzeln sind unüberhörbar: Derselbe British Guitar Sound, derselbe Gesang……die Argumente sind endlos. Nichtsdestotrotz gefällt mir die Band, besonders oben genannter Song. Er hat richtig Speed und macht extrem gute Laune. Noch dazu denke ich gerne zurück an Rock im Park 2013, als ihr Gitarrist im ersten Wellenbrecher einen Homerun über das gesamte Festivalgelände mit High-Fives geliefert hat. Bitte gerne wieder!

 

Asking Alexandria – The Final Episode

Asking Alexandria

Vieles wird von den „alteingesessenen“ an den „Kindercore“ Bands kritisiert. Nach dem Eintreffen des „Djents“ scheint man derartige Bans inzwischen in Ruhe zu lassen.

Ein komischer Geschmack bleibt.

An diesem Song selbst stört mich der anfängliche Breakdown. Phil Labonte von „All That Remains“ hat mal ganz passend im Hinblick auf junge Corebands formuliert: „If you are writing a song and start it with a breakdown, what the fuck is there to break down?“.

Die Strophen und der Refrain hingegen sind gut, auch das elektronische Leadout gefällt mir (Liegt wohl an meiner Crossover Vergangenheit).

 

Coheed and Cambria – Welcome Home

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Eine Band, die eine Science-Fiction Saga um Coheed und Cambira Kilgannon erzählt?

Klingt komisch, ist aber tatsächlich so. „The Amory Wars“ ist eine vom Sänger selbst verfasste Comic Storyline um besagtes Ehepaar. Sämtliche Scheiben der Gruppe greifen diese Thematik als Konzeptalben auf.

Die Gruppe um Sanchez mit den helmartig anmutenden Locken steht dabei schon lange auf meiner „Will-ich-unbedingt-sehen-Liste“.

„Welcome Home“ ist für mich DER Song der Gruppe. Ohne die Saga selbst zu kennen, interpretiere ich den Text des Liedes als Monolog von Coheed, welcher in sich einen Streit mit seiner Frau austrägt. Das Riffing selbst ist fantastisch, sodass der Track viel hermacht.

 

Deez Nuts – Band of Brothers

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Meine Geschichte mit Deez Nuts fing 2006 mit „Stay True“ an. Mutig von den Australiern damals, als Newcomer gleich im Genre derartig auszuteilen und sein Debutalbum so zu taufen.

Tracks wie „I hustle everyday“, „Sex Sells“ oder auch „your mother should have swallowed you“ verraten schon im Ansatz, wie gut mit den Jungs Shot after Shot möglich ist.

Pünktlich zum damaligen Summer Breeze 2012 erschien zusammen mit Sam Carter von Architects ein echtes Brett, mit richtig guten Drive, viel positiver Energie und die T-Stage war einfach ein richtig geil eskalierender Sauhaufen.

 

Eisbrecher – Wie Tief?

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Die Mannschaft um „den Checker“ Alexx Wesselsky haben mich schon zweimal live begeistert. Leider kam ich bisher nicht dazu, mir das eigentlich schon wieder alte Album „Schock“ genauer anzuhören, wo es mir doch live extrem gut gefallen hat.

„Wie tief“ ist eine sehr alte Nummer der Band, und man merkt ihr durch die Düsterkeit noch die Megaherz-Vergangenheit von Wesselsky an. Deshalb: Neues Zeug unbedingt, aber nicht die Ursprünge vergessen.

 

Feuerschwanz – Des Kriegers Sohn

Feuerschwanz

Wein, Weib und Gesang. Ein Konzept, welches scheinbar ausgerechnet einer AStA der Uni Osnabrück zu viel war. Die Recken um Hauptmann Feuerschwanz begeistern mich schon seit Jahren aufgrund ihrer sehr guten Liveshow. Seit „Walhalli Galli“ kann ich mich allerdings nicht mehr all zu sehr mit ihnen anfreunden. Aber der neuen Scheibe „Sex is muss“ werde ich definitiv eine Chance geben.  

„Des Kriegers Sohn“ weicht dabei vom Comedy Konzept stark ab. Ein trauriges, sehr emotionales Lied über einen selbstsüchtigen unehrlichen Ritter, seine todunglückliche Frau und das große Wiedersehen mit Kuckuckskind.

Ich schätze hierbei den Gegenpol. Ein ruhiges Lied mit einem Solo von Hans dem Aufrechten, welches sowohl vom Klangbild als auch von der Qualität an Mr. Jimi Hendrix himself erinnert. Für mich ein Song, der unter die Haut geht.

 

Korpiklaani – Vodka

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Volksmusik mit E-Gitarren. So ist die nicht unbedingt positive Auffassung der Musik von Korpiklaani in ihrem Heimatland. Ein Grund mehr, sie hier bei uns willkommen zu heißen.

Das erste Mal begegnet bin ich der Gruppe 2011 auf dem Open Air am Berg Eichstätt, lustigerweise in der Sicherheitsschleuse beim Abtasten vor dem Festivalgelände.

„Vodka“ ist dabei ebenso für gute Launen verantwortlich, und selbst wenn man vom Text keinen Ton versteht: Laut „Vodka!“ mitbrüllen geht immer!

 

Slayer – Divine Intervention

LEFT TO RIGHT: Tom Araya, Gary Holt, Paul Bostaph, Kerry King

Über die Band Slayer hier etwas zu schreiben, kann ich mir getrost sparen. Jeder weiß schließlich wer FUCKIN’ SLAYERRR ist.

Doch abseits von „Raining“ Blood und anderen geilen Klassikern gibt es eine Scheibe, die ein verbittertes Schattendasein hierzulande führt. Während im Ursprungsland es als das Slayer Comeback-Album gefeiert wird, ist es in Deutschland seit dem Wegfall von Plattenläden auch schwierig, die Scheibe unter der Ladentheke zu kaufen. Schuld daran ist die BPjS. „Divine Intervention“ ist bei uns indiziert (nicht zu verwechseln mit Beschlagnahmung = Verbot, Indizierung = keine Werbung, keine Zugänglichkeit unter 18).

Demnach wird es wohl eine Sache der Unmöglichkeit sein, den Titeltrack jemals live hören zu können.

 

Steel Panther

Steel Panther

Sex, Drugs & Rock n Roll. Ach, hab ich schon Sex erwähnt? Die Kerle aus Los Angeles lassen mit Spandex den Hair Metal wieder auferstehen, und das auf eine echt geile Art und Weise.

Live auf Wacken 2014 eine absolut coole Feierstimmung mit halbnackten Frauen sowie Männern Ü40 in besagten Leopardenspandexhosen im Publikum.

Einen Lieblingssong hier auszuwählen ist mir hier beim besten Willen nicht gelungen.

 

Parkway Drive – Fractures

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Gleich eins vorneweg: ich kenne mich mit Parkway Drive null aus!

Einmal zusammen auf der Tour mit Heaven Shall Burn gesehen, muss ich zugeben, das Geld in das Ticket richtig investiert zu haben. Parkway Drive war gut, keine Frage. Aber HSB war einfach besser.

Das Album IRE hat es irgendwie in mein Unterbewusstsein geschafft, aber aus mir nicht näher bekannten Gründen schaffe ich nicht ganz den Zugang.

Lediglich „Fractures“ blieb mir im Gedächtnis haften, wohl einfach aufgrund der gesamten Songstruktur. Die Jungs werden definitiv von mir auf dem Breeze besucht werden, nur wie viele Songs ich tatsächlich mitnehme, ist etwas Anderes. Für mich zum hingehen und Spaß haben.

Cave’s Random Picks

In dieser Kategorie schreibe ich über Songs, die mir spontan über den Weg gelaufen sind oder nach langer Zeit wieder in Erinnerung gekommen sind.
Dabei verirren sich die Tracks meistens bei Listening-Sessions zufällig in meine Playlist oder schleichen sich subtil von hinten an, um mich wieder zu erinnern, wie verflucht cool sie damals waren und immer noch sind.
Hier können sich altbekannte Nummern tummeln, neue Singles oder Titel, die eigentlich mal so gar nicht ins Metal-Genre gehören.

ZZtop, rush, suicide silence, andy savage

ZZ Top – La Grange

Bluesrock at it’s best! Zweimal texanischer Vollbart und einmal der Nachname Beard. Ein Angebot von Gilette sich für 1 Mio. Dollar die Bärte abzurasieren schlugen sie natürlich aus. Der Name der Gruppe kommt übrigens von den alten (alphabetisch sortierten) Plattenläden. Man greift einfach am Ende des Regals rein und voila! ZZ Top gefunden. Klappt weltweit.

Der Song La Grange handelt dabei von einem illegalen Bordell in La Grange in Texas, die Chicken Ranch. Über 100 Jahre war dies das „am schlechtesten gehütete Geheimnis der Gegend“. Die Väter gingen mit ihren Söhnen dorthin, um sie auf das Leben vorzubereiten.
Der Sheriff ließ sich auf eine Art Abkommen mit Puffmutter Miss Edna ein. Marvin Zindler, ein konservativer Reporter brachte das Bordell 1973 zu Fall, indem er einen entsprechend langen Bericht ausstrahlte. Der Gouverneur musste eine eingebrachte Petition kategorisch ablehnen.

Das bekannte Intro stammt von „Boogie Chillen“ von John Lee Hooker, was zu Rechtsstreitigkeiten führte. Insgesamt betrachtet ist dies der erste Top 40 Hit der Band gewesen. Das Rolling Stone Magazine zählt „La Grange“ auf Platz 74 der 100 Besten Gitarrensongs aller Zeiten.

Suicide Silence – Unanswered

Zugegeben, Mitch Luckers Stimme war und ist legendär. Die frühe Nummer aus dem Jahre 2007 ist für mich der Deathcore Track schlechthin.

Aufgrund der derzeitigen Ereignisse in Bayern erscheint mir auch die Frage von Mitch „Where is your fucking God?!“ immer wieder passend.
Textlich doch sehr religionskritisch, doch auch der Titel „Unanswered“ passt aufgrund der Suche nach dem „Warum“.

Für mich eines der Beispiel wie Musik, ja auch aggressive Musik, über weltliche und nichtweltliche Dinge sowie deren Auswirkungen zum Nachdenken animieren und so vielleicht eines Tages durch uns eine friedlichere Welt entstehen kann.

Rush – The Spirit of Radio

Dieser Song der kanadische Progressive Rocker ist wohl tatsächlich zusammen mit Black Sabbaths Paranoid mein persönlicher Soundtrack of Life.
Als 5jähriger fiel mir ein Hardrocksampler mit dem Titel „Born to be Wild“ in die Hände. Darauf vertreten Songs von Toto, Status Quo, Steppenwolf, Journey sowie Black Sabbaths Paranoid und Rush.
Ich hab nicht mitgezählt aber wenn ich mir überlege, jeden Tag für mindestens eine Stunde die beiden Songs gehört zu haben und das mehrere Jahre lang, könnt ihr euch vorstellen, wie gut ich diese Songs kenne.
Erstaunlicherweise scheinen diese für die Ewigkeit zu sein, denn mich begeistern diese noch genauso wie damals.

Inhaltlich setzt sich der Song mit der Kommerzialisierung der Musik sowie damit einhergehenden sinkenden Qualität bei der Produktion auseinander. Eine Erscheinung, die uns bis heute nicht loslässt.

Andy SVGE – Gravity
Dragonblood EP (Defqon 1 Festival Endshow Saturday 2016)

Ich weiß, ich weiß. Vorher schreibe ich oben noch über mangelnde Musikqualität und dann komme ich hier mit elektronischer Musik daher. An alle Puristen die nun gleich aufhören werden zu lesen. Wenn es nach mir gehen würde, und ihr eines Tages im Duden „episch“ nachschlagen würdet, müsste genau dieser Song auftauchen.

Bei der Defqon 1 handelt es sich um ein Festival für Hardstyle sowie Hardcore Techno in den Niederlanden. So eine Art Tomorrowland, nur härter. 2015 habe ich dieses Festival besucht und habe festgestellt, dass die Community ähnlich wie im Metal ist. Zudem habe ich nicht einen getroffen, der Hardstyle-Purist gewesen wäre, alle hören nebenher noch andere Musikrichtungen (Toleranz: Daumen nach oben!).
Höhepunkt sind die Endshows, wo sich das gesamte Festival auf einer Stage versammelt und das Event ausklingen lässt, bei Feuerwerk und einer absolut genialen Lightshow.

Genau hier wurde heuer besagter Song uraufgeführt. Ich habe mir die Endshow genau einmal angesehen und war instant süchtig nach diesem Track. Ob er genauso wirkt ohne das Feuerwerk und Licht wirkt, kann ich im Moment nicht beurteilen. Aber ich denke das jeder, der nicht ein paar Mal im Leben etwas Fremden eine Chance gibt, viele gute Dinge verpasst, und wie in diesem Fall, ein echtes Gänsehautfeeling.

https://www.youtube.com/watch?v=xtV0GbvBoHo

Aktuelle Single releases

Angespielt:

Jinjer – Words of Wisdom

Zugegeben, die ukrainische Metalcore-Formation mit Tatiana Shmaylyuk als Frontfrau ging komplett an mir vorbei. Als mein Kollege Siffler zu mir meinte, ich solle doch etwas zur neuen „King of Everything“ Platte schreiben, musste ich wohl oder übel mich der Sache annehmen. Um gewisse Vergleichsmöglichkeiten als Nichtinsider zu haben, griff ich auf die „Sit Stay Roll Over“ Single zurück, und ärgerte mich natürlich prompt darüber, nicht schon früher aktiver der Band gelauscht zu haben. Die Mischung aus Blastbeats und Core-Riffing kombiniert mit gelegentlichen Cleanparts ist jetzt keine Weltneuheit, wird aber konsequent und souverän umgesetzt, wodurch auch live entsprechend Energie vorhanden ist. Auch die neue Single greift keine neuartigen Konzepte auf, macht aber durchaus Laune. Die Cleanparts von Tatiana erinnern mich dabei extrem an Cindy Laupers Stimme. Alles in allem scheint es sich hier um eine härtere und schnellere Edition von Arch Enemy zu handeln. Das Musikkonzept ist ausgereift, aufnahmetechnisch klingt mir die Bassdrum zu klinisch, d.h. ohne großartigen Punch. Das Riffing ist sauber abgenommen. Tatianas Stimme in den Roughparts erinnert dabei kaum noch an Female Fronted Metal, vor allem in den Duettparts glaubt man kaum, hier den gleichen Menschen singen zu hören. Die neu erscheinende Scheibe wird am 27.07.2016 erhältlich sein, und definitiv von mir nochmal gehört werden.

LINK ZUM ALBUM -> http://amzn.to/1Tg0CQr

 

Stuck Mojo – The Business of Hate

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Niemand hätte es für möglich gehalten, dass Crossover wieder im kommen ist. Doch der enorme Erfolg von Bands wie Slipknot mit ihrer Vol.5 Platte scheint dafür zu sorgen, dass auch die Urväter des Rap-Metal wieder auf der Bildfläche erscheinen. Die älteren unter uns werden sich sicherlich immer noch an „Tears“ erinnern können, ein Track auf dem 1998 erschienenen „Rising“ Album. Das Riff sägt sich heute noch ins Unterbewusstsein, und dem Ohrwurm ist selbst mit härtester Kost kaum beizukommen. Ohne große Ankündigung war sie am 11.05.2016 also da, die Single „Business of Hate“. Zu Beginn erinnert das ganze eher an Pro-Pain als an die früheren Stuck Mojo, doch der Refrain hat definitiv Mitgrölqualität und das schnelle Riffing wird zu einem ordentlichen Moshpit verleiten. Die Doubletime in der Mitte des Songs hingegen wirkt etwas deplatziert, jedoch rettet der Cleanpart danach die Stimmung. Die politische Aussage des Songs schlägt dabei mindestens genauso ein wie die mit ordentlich Kompression versehene Doublebass. Also ordentlich „Street“ verpackt in geile Riffs. Am 24.06.16 wird das „Here come the Infidels“ mehr Nachschub liefern.

LINK ZUM SONG -> http://amzn.to/1WDaeWs

 

Scour – Dispatched

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Völlig überraschend tauchte wieder jemand auf, der aufgrund seiner „White-Power“ Eskapade besser im Loch geblieben wäre. Richtig, Phil Anselmo is back! Scour ist hierbei eine Black-Metal-Formation, die am 12.05.16 die Single “Dispatched“ released hat. Als kein wahrer Experte auf dem Gebiet des Black-Metal kann ich nur sagen, dass sich das Riffing im Vergleich kaum zu den anderen Gruppen unterscheidet, lediglich Mr. Anselmo scheint schwächer auf der Brust zu sein als die Brüder im Geiste. Er kann wohl einfach nicht den Druck aufbauen, den man z.B. bei Immortal kennt. Die EP wird am 15.07.16 zu haben sein.

ZUM VIDEO -> https://www.youtube.com/watch?v=AjxjLJ1qaV0

 

VIMIC – She Sees Everything

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Die neue Formation um Ex-Slipknot Joey Jordison erinnert entfernt immer noch an seine Vorgängerband. Die am 16.05.16 veröffentlichte Single „She Sees Everything“ verfügt über einen ähnlichen Gitarrensound auch die eingeschobenen Cleangesänge kennt man. Der Gesang und die etwas langsamere Tempo ist auch das einzige was die beiden Bands unterscheidet. Auch der von uns für seine Schlagzeugkünste immer bewunderte Joey ist hier bis auf die Doublebassparts wohl kaum ins Schwitzen gekommen. Das auf schockierend gemachte Musikvideo verspricht hier mehr als der Song leider halten kann.

LINK ZUM VIDEO -> https://www.youtube.com/watch?v=KlhiusqB530

 

Devildriver – Daybreak

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Am 14.05.16 beehrten uns Devildriver mit einem netten Musikvideo zu „Daybreak“. Musikalisch erinnern mich die Jungs immer noch an Machine Head, haben jedoch dank ihres absolut spitzenmäßigen „Sail“ Covers von Awolnation immer noch einen Stein bei mir im Brett. Das Riffing ist gut gepaart mit Blastbeats, lediglich das Solo finde ich noch nicht ganz ausgegoren. Ein kurzer Moment der Ruhe in dem Song verschafft einem noch die nötige Luft für das Finale. Das „Trust no One“ Album ist bereits zu haben, man dabei bekommt genau einmal Devildriver, nicht mehr und nicht weniger.

ZUM SONG -> http://amzn.to/1Tg169e

by cave

Listening Session / Emil Bulls – XX

EMIL BULLS - XX THUMBNAIL

Release: 29.01.2016
Label: AFM Records
Tracks: 29 (2CDs + 1 Bonustrack)

2015 feierten Emil Bulls ihr 20jähriges Bestehen. Gefeiert wurde das mit der Candlelight + Hellfire Tour. Nun ist das Jubiläumsalbum endlich raus. Dabei handelt es sich sozusagen um ein „Greatest Hits“ welche auf der Hellfire-CD in der Originalfassung enthalten sind, sowie auf der Candlelight-CD als reine Akustikstücke.

Die akustischen Neufassungen bedienen sich neben den einschlägigen Gitarren und dem Schlagzeug auch beim Klavier. Durch die Abwandlung klingen die Stücke teilweise ganz anders als die Originale, da oftmals die Melodien angepasst wurden, und auch der Sänger Christoph v. Freydorf die Songs komplett anders eingesungen hat.

Hinsichtlich der Aufnahmequalität der Candlelight-CD ist für mich das schon das Album des Jahres. Die Instrumentenspuren wurden alle auf ein Level gehoben, keine übermäßig drückenden Bässe oder Gitarren, und ein spitzenmäßig abgenommener Gesang. Die Drums vermitteln auch einen absolut „trven“ Eindruck. Keine übermäßige Kompression, ein absolut authentisches Klangpanorama.

Auch erwähnenswert ist der Bonustrack „All for You“. Klanglich vermittelt dieser im Gegensatz einen leichten Hauch von Proberaum, da sich das ganze etwas wie eine Jamsession anhört. Ein sehr gelungenes Arrangement!

Die Frage aller Fragen: Kaufen oder nicht Kaufen?

KAUFEN!!! Sehr Sogar!

HIER GEHTS ZUM ALBUM -> EMIL BULLS – XX

Alleine der Bonustrack des Albums ist zum dahinschmelzen.
Auch für die ganz harten unter Euch.

Ich bin eigentlich kein großer Fan von Akustikangelegenheiten, ein großer Gitarrenamp war bei mir immer Pflicht. Doch diese Scheibe bekommt einen Ehrenplatz im Regal.

Sollte jemand doch der Meinung sein, er stehe nicht so auf Kerzenlicht, so haben euch die Jungs aus München immer noch die Option des absoluten Höllenfeuers gelassen. Und das Emil Bulls in den letzten Jahren irrsinnig gute Songs gebracht hat, solltet ihr hoffentlich mitbekommen haben.

von: cave

Listening Session / Megadeth – Dystopia

Megadeth

Megadeth – Dystopia

Release: 22.01.2016
Label: Universal Music
Länge: 46:51
Tracks: 11
(Bonusversionen verfügbar)

Mit ihrem 15. Studioalbum melden sich Megadeth nach 3 Jahren mit einer neuen Scheibe zurück. Aufsehen erregte ewiger Frontmann Dave Mustaine mit der Verpflichtung von „Lamb of Gods“ Chris Adler, nachdem Shawn Drover und Chris Broderick überraschend die Band verließen.

Das Intro von „The Threat is Real“ sorgt mit orientalischen Klängen sowie mit schnell einsetzendem Riff bereits für Vorfreunde auf was da kommen mag. Das eingespielte Solo sorgt leider gleich für eine „Superman-Melodie“, hier wäre weniger mehr gewesen. In der Strophe jedoch ein hartes, angenehm tiefes Grundriff mit Dave Mustaines unverkennbarer Stimme. Die Bridge mit mitreißendem Refrain kommt gut rüber, nur um daraufhin von einem irgendwie unpassenden Solo zerstört zu werden. Da ist man direkt dankbar, wenn die Strophe wieder einsetzt. Das eigentliche Hauptsolo hingegen mit seht gutem Grundriffing macht wieder richtig was her. Dabei versorgt uns Chris Adler auch mit ordentlichen Double-Bass Salven. Insgesamt ein relativ unspannender Megadeth Song mit anfänglichen Startschwierigkeiten.

Der Titelsong des Albums, „Dystopia“ erinnert anfangs sehr stark an ein Titelthema einer Anime-Serie, oder könnte auch die von Scarface sein. Auch die Strophe erweckt diesen Eindruck, heroischer Gesang von Mustaine und epischeres Riffing. Der Refrain bringt jedoch einen Mitsingcharakter mit und in der zweiten Strophe reißt der Song unwillkürlich mit, nur um im nächsten Refrain erneut durch ein Solo gekillt zu werden. Wer kam eigentlich auf die Idee, dieses Solo unter einen Refrain zu legen? Vollkommen deplatziert, schade! Der Riffwechsel und das Hauptsolo hingegen machen wieder richtig Laune, aber dafür sind Megadeth ja bekannt. Richtig schönes Shredding und geiles Endriff. Das Schlagzeugkonzept selbst unterscheidet sich kaum vom vorherigen Song, viele Toms und immer kurze Double-Bass-Salven, ab und an ein Blastbeat.

„Fatal Illusion“ steigt mit schwergängigem Riff und vielen Toppings sehr langsam ein. Doch was der David Ellefson mit seinem Bass daraufhin entfesselt, ist endlich das, wonach sich jeder Megadeth Fan gesehnt hat. Schnelles Riffing lässt innerhalb von Sekunden keine Füße mehr stillstehen und die Muskeln zum Headbangen spannen sich reflexartig in freudiger Erwartung an. Endlich ein Song, wo jedes kurze Solo nicht deplatziert wirkt, sondern noch eher die Drehzahl der Haare noch steigert. Ein schnelles und abruptes Ende lässt einen jedoch eiskalt in der plötzlichen Stille etwas verdattert stehen.

„Death from within“ beginnt mit einem Low- und High-Cut. Die einsetzende Strophe jedoch kann trotz etwas verlangsamtem Tempo an den Vorgänger anknüpfen, nur der Refrain lässt das letzte bisschen Punch vermissen, wobei mitsingen hier problemlos möglich ist. Die Solos selbst sind jetzt nicht die aufregendsten, aber dennoch präzise und solide.

„Bullet to the Brain“ überrascht mit Snare und einer Akustikgitarre. Das folgende schwere Riff überspielt dann sehr gut den fast jammernden Gesang von Mustaine, die Bridge und der Refrain haben allerdings wieder richtig Biss und packen richtig an. Ein trauriges (nicht technisch, melodisch!) Solo soll nun das ganze abrunden, die Shredparts dazu geben dem ganzen eine gewisse Würze.

„Post American World“ startet wieder mit sehr tiefem Riffing, schafft jedoch nur ein leichtes Kopfnicken, der Refrain folgt einem jammernden Stil, auch das Solo dazwischen bringt durch seinen Charakter keine Besserung. Ein Akustikpart zieht das ganze noch etwas tiefer, um jedoch mit Drumming ein Solo mit richtig geiler Doublebass einzuleiten. Auch das Abschlussolo macht was her.

„Poisonous Shadows“ legt mit Akustikklampfe vor, um einem epischen Aufbau folgend in eine schwere Verse mit Solo zu gehen. Orchestrale Klänge und weiblicher Hintergrundgesang wurden ebenfalls eingearbeitet. Der Refrain berührt auf seine dramatische Art zudem etwas im Inneren, genau lässt sich das aber irgendwie nicht greifen. Nur erneut schade, dass das Solo diese drückende Stimmung nicht beibehält, erst im Refrain wird man wieder darauf hingeführt. Abschluss des ganzen bilden ein flüsternder Mustaine mit einem Klavier, welches unter die Haut geht. Spitze!

„Conquer or Die“ bleibt dem Akustikprinzip treu lange Zeit am Anfang treu, das folgende Riffing macht sich richtig gut. Als reiner Instrumentalsong ist dieser natürlich vollgepackt mit Solos welche ihresgleichen suchen, und diesmal gut abgestimmt sich in das Konzept einfügen.

„Lying in State“ bringt durch kontinuierliche Double-Bass wieder das Blut im Kopf in Schwung, und der Drang nach Bewegung kommt erneut auf. Ein Song endlich wieder geschmiedet nach altem Megadeth Rezept. Das Zwischenriff gibt dem ganzen noch zusätzliche Schärfe, das Solo hätte dafür ruhig noch später kommen können.

„The Emperor“. Erinnert etwas an „Public Enemy No.1“. Gutes Riff, etwas seltsam klingender Refrain, welcher aber überraschenderweise trotzdem ins Konzept passt. Insgesamt macht der Song einen „pop“ mäßigen Eindruck. Das Solo versucht dies indes durch Speed wieder wettzumachen.

„Foreign Policy“ ist ein Coversong der Band „FEAR“. Dieser wurde in seinen Grundsätzen beibehalten, doch der Megadeth Stempel ist so unverkennbar wie ein Vorschlaghammer. Das Tempo und die anders gestimmten Gitarren geben dem ganzen mehr Druck, Daves Stimme dazu tut ihr übriges.

HIER GEHTS ZUR CD -> MEGADEATH – DYSTOPIA

Die Frage aller Fragen: Kaufen oder nicht Kaufen?

Kommt darauf an was ihr erwartet. Wer ein klassisches Megadeth Album erwartet wie „Rust in Peace“ oder „Peace Sells…but who’s buyin’“ wird mit dieser Scheibe nicht ganz so glücklich werden. Mehrere teilweise komisch anmutende Ausflüge in andere Gefilde sowie manches deplatzierte Solo werden nicht verziehen. Auch vermisse ich Songs mit richtigem Hitcharakter wie „Headcrusher“ „Holy Wars“ oder auch „Symphony of Destruction“, einfach ein Track welcher einen auf Anhieb umhaut.
Wer jedoch ein Fanboy ist und ein neuartiges Megadeth hören will, sollte sie zumindest einmal an getestet haben. Für Leute, welche in die Band neu einsteigen wollen, ganz die falsche Platte.
Grundsätzlich: Lasst euch von keiner Review abschrecken! Wenn euch eine Scheibe interessiert, hört rein! Es wird sicherlich der ein oder andere ein andere Auffassung haben.

von: cave

DARKNESS OVER X-MAS in STUTTGART 2015

Event: Darkness over X-Mas 2015
Venue: LKA Longhorn Stuttgart
Date: 27.12.2015
Lineup: Caliban, Neaera, Anygivenday, Walking Dead Broadway, Vitja

Das Ende einer Institution des deutschen Metalcores wurde dieses Jahr wahr, als Neaera ihre Auflösung verkündeten. Noch drei Konzerten sollten die 12 jährige Bandgeschichte zu einem würdigen Abschluss bringen. Mit Caliban als Headliner und Anygivenday sowie Walking Dead Broadway und Vitja wurden ebenbürtige Bands als Begleitmannschaft gewählt.

Dementsprechend ausverkauft war auch das LKA Longhorn in Stuttgart-Wangen. Beim (zugegebenermaßen etwas verspäteten) Betreten der gefüllten Halle hatte bereits Vitja für wohltuende Wärme gesorgt, und Walking Dead Broadway begann, die Stage mit ihren Growls zu zerlegen.

Anygivenday setzte mit einer phänomenalen Abwechslung von Growls und Clean Parts noch einen drauf, die genialen Riffs taten ihr übriges und beim finalen Cover von „Diamonds in the Sky“ wurde eine absolut bilderbuchartige Wall of Death abgeliefert.

Doch die spürbare Aufmerksamkeit galt ständig den inoffiziellen Headlinern, und als das Intro von Neaera erklang, bekam wohl mehr als ein Metalhead eine Gänsehaut. Bei jeder anderen Band wäre es nahezu lächerlich gewesen, hätten diese ihr Set mit einer Wall of Death beginnen wollen. Doch als Benny die Stage enterte und das Meer zu den ersten Takten von „Armamentarium“ teilte, wurde das angenehme Gefühl eines alten Rituals in einem wach. Die darauffolgenden Songs wurden derartig souverän durchgezogen, dass es einfach pure Poesie war, und Benny (seit dem letzten Summer Breeze nun mit neuer Hose ausgestattet) legte eine gewohnt gut gelaunte und humorvolle Performance an den Tag. Der Breakdown zu „Let the tempest come“ war derartig genial, dass man glauben könnte, Neaera selbst hätten den Breakdown erfunden. Auch die Rufe nach einer Zugabe wurden erhört, und als sich die Band schließlich verabschiedete, blieb jedem Fan wohl ein Stich im Herz zurück, ob der düsteren Botschaft, die während des Auftritts stets im Unterbewusstsein vorhanden war.

Dementsprechend schwer sollte man meinen, musste der Headliner Caliban kämpfen, um das Publikum entsprechend bei Laune zu halten. Doch nichts dergleichen war zu spüren. Die Leute hatten erstaunlicherweise immer noch genug Energie, um Caliban nochmals alles geben zu können. Spätestens bei „Memorial“ war der Punkt der totalen Eskalation erneut erreicht. Auch das Array an Boxen konnte trotz anfänglicher Schwierigkeiten verursacht durch das vorhergegangene Neaera-Massaker nochmals die Trommelfelle der Fans malträtieren. Zudem präsentierte die Band zwei neue Songs aus ihrem kommenden Album, welches am 25.03.2016 erscheinen wird.

Das Ende des Events repräsentierte schließlich für viele auch das Ende von Neaera. Doch wir werden diese Band stets als eine gigantische Liveband in Erinnerung behalten.

von: cave

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