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Aktuelle Single releases

Angespielt:

Jinjer – Words of Wisdom

Zugegeben, die ukrainische Metalcore-Formation mit Tatiana Shmaylyuk als Frontfrau ging komplett an mir vorbei. Als mein Kollege Siffler zu mir meinte, ich solle doch etwas zur neuen „King of Everything“ Platte schreiben, musste ich wohl oder übel mich der Sache annehmen. Um gewisse Vergleichsmöglichkeiten als Nichtinsider zu haben, griff ich auf die „Sit Stay Roll Over“ Single zurück, und ärgerte mich natürlich prompt darüber, nicht schon früher aktiver der Band gelauscht zu haben. Die Mischung aus Blastbeats und Core-Riffing kombiniert mit gelegentlichen Cleanparts ist jetzt keine Weltneuheit, wird aber konsequent und souverän umgesetzt, wodurch auch live entsprechend Energie vorhanden ist. Auch die neue Single greift keine neuartigen Konzepte auf, macht aber durchaus Laune. Die Cleanparts von Tatiana erinnern mich dabei extrem an Cindy Laupers Stimme. Alles in allem scheint es sich hier um eine härtere und schnellere Edition von Arch Enemy zu handeln. Das Musikkonzept ist ausgereift, aufnahmetechnisch klingt mir die Bassdrum zu klinisch, d.h. ohne großartigen Punch. Das Riffing ist sauber abgenommen. Tatianas Stimme in den Roughparts erinnert dabei kaum noch an Female Fronted Metal, vor allem in den Duettparts glaubt man kaum, hier den gleichen Menschen singen zu hören. Die neu erscheinende Scheibe wird am 27.07.2016 erhältlich sein, und definitiv von mir nochmal gehört werden.

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Stuck Mojo – The Business of Hate

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Niemand hätte es für möglich gehalten, dass Crossover wieder im kommen ist. Doch der enorme Erfolg von Bands wie Slipknot mit ihrer Vol.5 Platte scheint dafür zu sorgen, dass auch die Urväter des Rap-Metal wieder auf der Bildfläche erscheinen. Die älteren unter uns werden sich sicherlich immer noch an „Tears“ erinnern können, ein Track auf dem 1998 erschienenen „Rising“ Album. Das Riff sägt sich heute noch ins Unterbewusstsein, und dem Ohrwurm ist selbst mit härtester Kost kaum beizukommen. Ohne große Ankündigung war sie am 11.05.2016 also da, die Single „Business of Hate“. Zu Beginn erinnert das ganze eher an Pro-Pain als an die früheren Stuck Mojo, doch der Refrain hat definitiv Mitgrölqualität und das schnelle Riffing wird zu einem ordentlichen Moshpit verleiten. Die Doubletime in der Mitte des Songs hingegen wirkt etwas deplatziert, jedoch rettet der Cleanpart danach die Stimmung. Die politische Aussage des Songs schlägt dabei mindestens genauso ein wie die mit ordentlich Kompression versehene Doublebass. Also ordentlich „Street“ verpackt in geile Riffs. Am 24.06.16 wird das „Here come the Infidels“ mehr Nachschub liefern.

LINK ZUM SONG -> http://amzn.to/1WDaeWs

 

Scour – Dispatched

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Völlig überraschend tauchte wieder jemand auf, der aufgrund seiner „White-Power“ Eskapade besser im Loch geblieben wäre. Richtig, Phil Anselmo is back! Scour ist hierbei eine Black-Metal-Formation, die am 12.05.16 die Single “Dispatched“ released hat. Als kein wahrer Experte auf dem Gebiet des Black-Metal kann ich nur sagen, dass sich das Riffing im Vergleich kaum zu den anderen Gruppen unterscheidet, lediglich Mr. Anselmo scheint schwächer auf der Brust zu sein als die Brüder im Geiste. Er kann wohl einfach nicht den Druck aufbauen, den man z.B. bei Immortal kennt. Die EP wird am 15.07.16 zu haben sein.

ZUM VIDEO -> https://www.youtube.com/watch?v=AjxjLJ1qaV0

 

VIMIC – She Sees Everything

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Die neue Formation um Ex-Slipknot Joey Jordison erinnert entfernt immer noch an seine Vorgängerband. Die am 16.05.16 veröffentlichte Single „She Sees Everything“ verfügt über einen ähnlichen Gitarrensound auch die eingeschobenen Cleangesänge kennt man. Der Gesang und die etwas langsamere Tempo ist auch das einzige was die beiden Bands unterscheidet. Auch der von uns für seine Schlagzeugkünste immer bewunderte Joey ist hier bis auf die Doublebassparts wohl kaum ins Schwitzen gekommen. Das auf schockierend gemachte Musikvideo verspricht hier mehr als der Song leider halten kann.

LINK ZUM VIDEO -> https://www.youtube.com/watch?v=KlhiusqB530

 

Devildriver – Daybreak

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Am 14.05.16 beehrten uns Devildriver mit einem netten Musikvideo zu „Daybreak“. Musikalisch erinnern mich die Jungs immer noch an Machine Head, haben jedoch dank ihres absolut spitzenmäßigen „Sail“ Covers von Awolnation immer noch einen Stein bei mir im Brett. Das Riffing ist gut gepaart mit Blastbeats, lediglich das Solo finde ich noch nicht ganz ausgegoren. Ein kurzer Moment der Ruhe in dem Song verschafft einem noch die nötige Luft für das Finale. Das „Trust no One“ Album ist bereits zu haben, man dabei bekommt genau einmal Devildriver, nicht mehr und nicht weniger.

ZUM SONG -> http://amzn.to/1Tg169e

by cave